Siedlungsgeschichte - Architekturgeschichte - Städtebau: Diavorträge


Rudolf Kretschmer - Angebot 2015


Hoch- und spätmittelalterlicher Städtebau

Befestigungen vom Hochmittelalter bis zum 16. Jahrhundert in Mittel- und Westeuropa

Belagerungstechnik und Festungsbau im Spätmittelalter und im 16. Jahrhundert

Belagerungstechnik und Festungsbau vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts

Barocke Festungsstädte

Industrie und Wohnen - Arbeiterhäuser und Arbeitersiedlungen

Historismus - Bauen unter Berufung auf die Vergangenheit

Reformstile des fin de siècle: Art Nouveau und Jugendstil

Bauten der Wiener Sezession und ihres Umfeldes

Darmstädter Stil - Reformstil zwischen Jahrhundertwende und Erstem Weltkrieg

Neoklassizismus

Amerikanische Reformstile zwischen 1880 und 1920: Schule von Chicago, Prairie und Craftsman Style


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Dr. Rudolf Kretschmer
Am Berg 3
61231 Bad Nauheim
Tel.06032-72624
E-Mail: Rudolf.Kretschmer@web.de


© Texte Rudolf Kretschmer
© Fotos Monika Fontaine-Kretschmer; Rudolf Kretschmer
Zuletzt geändert: 8.1.2015


VB10 - Hoch- und spätmittelalterlicher Städtebau

Im 12. und 13. Jahrhundert entstand in Deutschland eine Vielzahl von Städten. Meist handelte sich um geplante Neuanlagen. Für sie bildeten sich im 12. Jahrhundert schnell nacheinander mehrere Typen von Stadtgrundrissen heraus, von denen die späteren auch bei planmäßigen Neugründungen und Stadterweiterungen des 13. - 15. Jahrhunderts Verwendung fanden. Der Vortrag befaßt sich mit diesen Grundrißtypen, aber auch mit anderen Elementen des Erscheinungsbildes hoch- und spätmittelalterlicher Städte.

Vortrag, 90 Minuten

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VB11 - Befestigungen vom Hochmittelalter bis zum 16. Jahrhundert in Mittel- und Westeuropa

Während des Hochmittelalters kam es im abendländischen Teil Europas zu einer enormen Expansion des Festungsbaus. Im Spätmittelalter führte dann das Aufkommen der Artillerie zu weiteren Wandlungen in der Befestigungstechnik. Belagerungstechnik wie Festungsbau lösten sich aber nur langsam vom Hergebrachten und wußten die Möglichkeiten der neuen Waffe zunächst nur unvollkommen einzuschätzen und auszunutzen. Damit entstand eine Übergangsarchitektur, die für den Städtebau bei weitem nicht so tiefgreifende Folgen hatte wie die neuen Formen des Festungsbaus in den folgenden Jahrhunderten.

Vortrag, 90 Minuten

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VB01 - Belagerungstechnik und Festungsbau im Spätmittelalter und im 16. Jahrhundert

Im Spätmittelalter führte das Aufkommen der Artillerie zu Wandlungen in der Befestigungstechnik. Diese suchte zunächst die Bedingungen für den Einsatz der neuen Waffe gegen den Angreifer durch die Entwicklung neuer Bauformen zu verbessern. Bei den Bemühungen um den Schutz gegen das Artilleriefeuer löste sie sich dagegen nur langsam vom Hergebrachten. So entstand eine Übergangsarchitektur. Da, als sie sich etabliert hatte, das Ausgreifen europäischer Mächte nach Amerika, Afrika und Asien begann, kann sie als die erste weltweit verbreitete Befestigungsweise betrachtet werden, zumal man sie in Übersee vielfach auch dann noch verwandte, als sie in Europa längst durch modernere Techniken verdrängt worden war.

Vortrag, 90 Minuten

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VB02 - Belagerungstechnik und Festungsbau vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts

Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte die Belagerungstechnik die bis Mitte des 19. Jahrhunderts üblichen Verfahren, die insbesondere einen möglichst effektiven Einsatz einer vorwiegend aus Kanonen mit glattem Rohr bestehenden Belagerungsartillerie ermöglichen und die Wirkung der entsprechend ausgestatteten Festungsartillerie einschränken sollten. Die Antwort der Befestigungstechnik war ein grundlegender Wandel in der Gestaltung der Festungsanlagen: Erde, nicht Stein, wurde zum wichtigsten Baumaterial, und die Befestigungen nahmen nun weit mehr Fläche in Anspruch als bisher.

Vortrag, 90 Minuten

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VB03 - Barocke Festungsstädte

Die hohen Baukosten und der Flächenbedarf für Festungsanlagen, die dem technischen Entwicklungsstand des 17. und 18. Jahrhunderts entsprachen, führte dazu, daß bei weitem nicht alle Städte mit ihnen ausgestattet werden konnten. Daß der Schutz großer Ansiedlungen so aufwendig geworden war, förderte außerdem den Bau von neuen kleinen Festungsstädten in günstiger Lage. In solchen Neugründungen tritt die Tendenz des barocken Bauens zu Effektivität und zur Ausbildung regelmäßiger Formen stärker in Erscheinung als etwa bei den Schlössern und Kirchen, bei denen das reiche Dekor sie häufig kaschiert.

Vortrag, 90 Minuten

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VB04 - Industrie und Wohnen - Arbeiterhäuser und Arbeitersiedlungen

Mit der Industrialisierung stellte sich der Gesellschaft die Aufgabe, die Arbeiter der neuen Fabriken und Bergwerke unterzubringen. Insbesondere in den neuen Industrierevieren abseits der bisherigen großen Städte entwickelten sich dafür besondere Bau- und Siedlungsformen. Der Vortrag behandelt insbesondere solche aus dem Umfeld von Bergbau und Schwerindustrie Europas und Nordamerikas aus dem 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert.

Vortrag, 90 Minuten

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VB05 - Historismus - Bauen unter Berufung auf die Vergangenheit

In der europäischen und amerikanischen Baukunst des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts dominierte bei der äußeren Gestaltung der Bauten der Rückgriff auf die Formen der vorangegangenen Epochen von der Romanik bis zum Klassizismus, obwohl man vielfach zu neuen Konstruktionstechniken überging und Bauwerke errichtete, für deren Funktion es in der Vergangenheit keine Vorbilder gab. Die Bewertung dieser Bauten hat sich in neuerer Zeit zum Positiven gewandelt. Der Vortrag behandelt diese Stilrichtung anhand von wenig spektakulären, aber für die Masse des Bauens eher repräsentativen Beispielen. Er berücksichtigt dabei auch den gesellschaftlicher Hintergrund des damaligen Bauens und die mit den historischen Rückgriffen verbundenen Ideologien.

Vortrag, 90 Minuten

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VB06 - Reformstile des fin de siècle: Art Nouveau und Jugendstil

Im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich in Kunst und Kunstgewerbe eine Richtung, die dynamisch geschwungen, oft florealen Vorbildern ähnelnde Formen bevorzugte. In Deutschland wurde sie in Anlehnung an den Namen einer Zeitschrift als "Jugendstil" bezeichnet. Ihre Umsetzung in der Baukunst stieß auf erhebliche technische Schwierigkeiten und beschränkte sich daher meist auf Gebäudeassessoirs. Gelegentlich wurde dennoch versucht, ganze Bauwerke nach ihr zu gestalten. Der Vortrag behandelt beide Varianten an Bespielen aus West- und Mitteleuropa.

Vortrag, 90 Minuten

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VB12 - Bauten der Wiener Sezession und ihres Umfeldes

Die Architektur der Wiener Sezession repräsentiert keinem einheitlichen Stil, sondern eine Vielzahl von Ansätzen zwischen Art Nouveau und Moderne. In Wien selbst dominierten zwar von 1890 bis zum Untergang der Monarchie Neobarock und Neoklasszismus die umfangreiche Bautätigkeit, die Architekten aus dem Kreis der Wiener Sezession gaben aber wesentliche Anstöße für die Weiterentwicklung der Baugestaltung vor allem in Mitteleuropa. Der Vortrag stellt die verschiedenen Stilrichtungen vor und verweist auf ihre Weiterentwicklung in Wien wie andernorts.

Vortrag, 90 Minuten


VB07 - Darmstädter Stil - Reformstil zwischen Jahrhundertwende und Erstem Weltkrieg

Im deutschen Sprachgebrauch werden die Reformstile des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts gerne pauschal unter der Bezeichnung Jugendstil zusammengefaßt. Die meisten deutschen Reformstilbauten aus der Zeit von etwa 1905 bis zum Ersten Weltkrieg zeigten aber eine ruhige Formensprache, in der die floreale Dynamik des Jugendstils höchstens noch in Kleinformen zum Ausdruck kam. Da die Bauten auf der Darmstädter Mathildenhöhe diesen Reformstil gut repräsentieren und für seine Verbreitung wesentliche Bedeutung gehabt haben dürften, scheint seine Bezeichnung als Darmstädter Stil durchaus angemessen. Der Vortrag stellt diese Stilrichtung am Beispiel von Bauten aus verschiedenen Teilen Deutschlands dar.

Vortrag, 90 Minuten

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VB08 - Neoklassizismus

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg begann besonders bei Bauten, die der Repräsentation dienen sollten, eine Rückwendung zu klassizistischen Formen - sichtlich in bewußter Abwendung von der vielfach überladenen Neorenaissance- und Neobarockarchitektur, aber auch von der Formensprache der Reformstile. Dabei gab es zunächst fließende Übergänge zur aufkommenden Moderne, die ebenfalls mit schlichten und ausgewogenen Formen operierte. In den 20er, besonders aber den 30er und 40er Jahren, in denen sich der Neoklassizismus praktisch weltweit zur Standardarchitektur für repräsentatives öffentliches Bauen entwickelte, trat der Gegensatz zur Moderne dann stärker in Erscheinung - nicht zuletzt in dem dezidierteren Rückgriff auf antike Formelemente und in der Tendenz zur Monumentalität. Beides tritt deutlich im Bauen der Diktaturen in Erscheinung - aber keineswegs nur dort.

Vortrag, 90 Minuten

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VB09 - Amerikanische Reformstile zwischen 1880 und 1920: Schule von Chicago, Prairie und Craftsman Style

Auch in den USA entwickelten sich um die Jahrhundertwende neue Baustile, die sich vom Wiederaufgreifen (Revival) der Bauformen vergangener Epochen absetzten. Der vor allem von Frank L. Wright geprägte Präriestil zeigt besonders im Dekor Verwandschaft mit europäischen Reformstilen wie dem Darmstädter Stil. Der Craftsman Style - auch als Western Style bezeichnet - kann als Gegenstück zum deutschen Heimatstil aufgefaßt werden. Ihn kennzeichneten vor allem das Zusschaustellen von - insbesondere hölzernen - Elementen der Tragekonstruktion des Gebäudes, speziell des Daches, und große Dachüberstände.

Vortrag, 90 Minuten

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