Tagesseminare:
Siedlungsgeschichte - Architekturgeschichte - Städtebau
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Dr. Rudolf Kretschmer
Am Berg 3
61231 Bad Nauheim
Tel.06032-72624
E-Mail:
Rudolf.Kretschmer@web.de
© Texte Rudolf Kretschmer
© Fotos Monika
Fontaine-Kretschmer; Rudolf Kretschmer
Zuletzt geändert: 19.1.2012
Im
12. und 13. Jahrhundert entstand in Deutschland eine Vielzahl von
Städten. Meist handelte sich um geplante Neuanlagen. Für
sie bildeten sich im 12. Jahrhundert schnell nacheinander mehrere
Typen von Stadtgrundrissen heraus, von denen die späteren auch
bei planmäßigen Neugründungen und Stadterweiterungen
des 13. - 15. Jahrhunderts Verwendung fanden. Das Tagesseminar befaßt
sich mit diesen Grundrißtypen, aber auch mit anderen Elementen
des Erscheinungsbildes hoch- und spätmittelalterlicher Städte.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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Während
des Hochmittelalters kam es im abendländischen Teil Europas zu
einer enormen Expansion des Festungsbaus. Im Spätmittelalter
führte dann das Aufkommen der Artillerie zu weiteren Wandlungen
in der Befestigungstechnik. Belagerungstechnik wie Festungsbau lösten
sich aber nur langsam vom Hergebrachten und wußten die
Möglichkeiten der neuen Waffe zunächst nur unvollkommen
einzuschätzen und auszunutzen. Damit entstand eine
Übergangsarchitektur, die für den Städtebau bei weitem
nicht so tiefgreifende Folgen hatte wie die neuen Formen des
Festungsbaus in den folgenden Jahrhunderten.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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Im
Spätmittelalter führte das Aufkommen der Artillerie zu
Wandlungen in der Befestigungstechnik. Diese suchte zunächst die
Bedingungen für den Einsatz der neuen Waffe gegen den Angreifer
durch die Entwicklung neuer Bauformen zu verbessern. Bei den
Bemühungen um den Schutz gegen das Artilleriefeuer löste
sie sich dagegen nur langsam vom Hergebrachten. So entstand eine
Übergangsarchitektur. Da, als sie sich etabliert hatte, das
Ausgreifen europäischer Mächte nach Amerika, Afrika und
Asien begann, kann sie als die erste weltweit verbreitete
Befestigungsweise betrachtet werden, zumal man sie in Übersee
vielfach auch dann noch verwandte, als sie in Europa längst
durch modernere Techniken verdrängt worden war.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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Im
16. und 17. Jahrhundert entwickelte die Belagerungstechnik die bis
Mitte des 19. Jahrhunderts üblichen Verfahren, die insbesondere
einen möglichst effektiven Einsatz einer vorwiegend aus Kanonen
mit glattem Rohr bestehenden Belagerungsartillerie ermöglichen
und die Wirkung der entsprechend ausgestatteten Festungsartillerie
einschränken sollten. Die Antwort der Befestigungstechnik war
ein grundlegender Wandel in der Gestaltung der Festungsanlagen: Erde,
nicht Stein, wurde zum wichtigsten Baumaterial, und die Befestigungen
nahmen nun weit mehr Fläche in Anspruch als bisher.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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Die
hohen Baukosten und der Flächenbedarf für Festungsanlagen,
die dem technischen Entwicklungsstand des 17. und 18. Jahrhunderts
entsprachen, führte dazu, daß bei weitem nicht alle Städte
mit ihnen ausgestattet werden konnten. Daß der Schutz großer
Ansiedlungen so aufwendig geworden war, förderte außerdem
den Bau von neuen kleinen Festungsstädten in günstiger
Lage. In solchen Neugründungen tritt die Tendenz des barocken
Bauens zu Effektivität und zur Ausbildung regelmäßiger
Formen stärker in Erscheinung als etwa bei den Schlössern
und Kirchen, bei denen das reiche Dekor sie häufig kaschiert.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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Mit
der Industrialisierung stellte sich der Gesellschaft die Aufgabe, die
Arbeiter der neuen Fabriken und Bergwerke unterzubringen.
Insbesondere in den neuen Industrierevieren abseits der bisherigen
großen Städte entwickelten sich dafür besondere Bau-
und Siedlungsformen. Das Tagesseminar behandelt insbesondere solche
aus dem Umfeld von Bergbau und Schwerindustrie Europas und
Nordamerikas aus dem 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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In
der europäischen und amerikanischen Baukunst des 19. und des
frühen 20. Jahrhunderts dominierte bei der äußeren
Gestaltung der Bauten der Rückgriff auf die Formen der
vorangegangenen Epochen von der Romanik bis zum Klassizismus, obwohl
man vielfach zu neuen Konstruktionstechniken überging und
Bauwerke errichtete, für deren Funktion es in der Vergangenheit
keine Vorbilder gab. Die Bewertung dieser Bauten hat sich in neuerer
Zeit zum Positiven gewandelt. Die Veranstaltung behandelt den
Historismus anhand von wenig spektakulären, aber für die
Masse des Bauens eher repräsentativen Beispielen. Berücksichtigt
werden dabei auch der gesellschaftliche Hintergrund des damaligen
Bauens und die mit den historischen Rückgriffen verbundenen
Ideologien.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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Im
deutschen Sprachgebrauch werden die Reformstile des späten 19.
und frühen 20. Jahrhunderts gerne pauschal unter der Bezeichnung
Jugendstil zusammengefaßt, ja man ordnet diesem überdies
Bauten des Neobarock, des Neoklassizismus und sogar der Moderne zu.
Sicherlich gibt es fließende Übergänge zu diesen
Stilrichtungen wie zwischen den Reformstilen selbst, man kann aber
dennoch mehrere bei letzteren mehrere mit ausgeprägter eigener
Formensprache unterscheiden In der Veranstaltung sollen die
Charakteristika dieser Stile mit Hilfe von Beispielen aus Eutropa und
Nordamerika herausgearbeitet werden.
Tagesseminar (6 oder 7 x 45 Minuten)
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